Uncategorized

Leinen – eine Faser, die „gewusst wie“ versponnen werden möchte

Wie versprochen, möchte ich euch ein paar Tips und Tricks geben, wie ihr den Kammzug „Merino – Seide – Leinen“  am Besten verspinnen könnt, um am Ende ein tolles Garn zu erhalten.

Da der Leinenanteil im Kammzug relativ hoch ist, möchte ich kurz einige Sätze über Leinen schreiben:

  • Leinenfasern sind gut teilbar und fein verspinnbar (wurde früher auch nass versponnen)
  • Leinenfaser ist glatt und schließt wenig Luft ein
  • Leinen nimmt bis zu 35 % Luftfeuchtigkeit auf und tauscht diese Feuchtigkeit auch schnell mit der Umgebungsluft aus, wirkt somit kühlend. Trockenes Leinen wärmt.
  • Die Leinenfaser ist sehr reißfest und extrem unelastisch. Aufgrund der geringen Elastizität ist Leinen knitteranfällig
  • die Reißfestigkeit macht das Leinen strapazierfähig und langlebig.
  • Leinen ist empfindlich gegen Reibung

Aus allen diesen Eigenschaften ergibt sich folgendes: ein glattes, dichtes, reissfestes, unelastisches Garn, das sich sehr kompakt anfühlt.

In der Kombination mit Seide und Wolle (weiche Fasern) kannst du ein wunderschönes Garn vespinnen, wenn du folgendes beachtest:

spinne das Garn nicht zu dünn und achte auf deinen Drall! (Zuviel Drall  macht das Garn hart)

spinne das Garn mit einer schnelleren Übersetzung, lass es locker ins Rad laufen. Unregelmäßigkeiten geben Leinenmischungen einen natürlichen, schönen Charakter (außerdem bleiben dickere Stellen weicher)

verzwirne das Garn nur zweifach!

Viel Spaß und  gutes Gelingen!